Offene Türen, offene Ohren: Astropeiler Stockert

Radioteleskop Stockert

Am 17. September wurde das ehemalige Radioteleskop auf dem Stockert, einem "besseren Hügel" in der Nähe von Bad Münstereifel, 50. Der betreuende Verein hat deshalb einen Tag der offenen Tür auf die Beine gestellt, zu dem ich mich (mit bedrohlich kreischender Lichtmaschine) dann doch nochmal getraut habe: An solchen Tagen muss ein Auto einfach funktionieren!

Der "Astropeiler", wie das Teleskop in der Umgebung genannt wird, war das Radioteleskop der Uni Bonn und wurde (daher "Peiler") auch von der Bundeswehr für Versuche im Bereich der Radartechnik genutzt. Ich hatte mich seit einem Tipp von einem Amateurfunkhändler letzten Herbst für das Projekt des FAS interessiert, die Anlagen (neben dem 25 m - Teleskop auch noch eine "kleine" 10 m - Anlage) für die Nutzung durch Amateure zugänglich zu machen.

Am Sonntag war das Wetter wieder trüb, aber die faszinierende melancholische Stimmung, die bei meinem letzten Besuch durch den Nebel und die Ruhe auf der Hügelkuppe mitten im Wald unter den großen, stillen Teleskopen herrschte, fehlte diesmal - da störten die vielen Leute und die Blaskapelle doch etwas...

Aber auch diesmal war wieder EME-Betrieb auf 10 GHz, und ich muss sagen, so gefällt mir Contestbetrieb ;-) Es ist einfach beeindruckend, zu hören, wie die eigenen Morsezeichen vom Mond reflektiert werden und als Echo zurückkommen... Und mit den Antennen, die auf dem Stockert vorhanden sind, lassen sich natürlich auch richtig schwache Signale verarbeiten. Leider kann die große "Schüssel" im Moment nicht genutzt werden, aber auch der 10 m - Spiegel liefert tolle Ergebnisse auf diesen hohen Frequenzen.
Abhängig davon, wie es mit den Finanzen für den Verein weitergeht, werde ich nächstes Jahr vielleicht doch noch dazu kommen, an dieser Anlage mitzuarbeiten.