FrOSCon (Samstag)

Ich bin gerade von der FrOSCon in St. Augustin zurück. Was die FHler dort auf die Beine gestellt haben, war schon eine wirklich nette Konferenz, und für einen "ersten Versuch" beeindruckend. Leider war das Programm voll von (für mich) interessanten Vorträgen, die gleichzeitig stattfanden.

Also hat es nur für drei Vorträge zu offenen Standards, Jabber bzw. Mabber und Spamschutz gereicht. Erkenntnisse:

  • Offene Standards können in der Wirtschaft nur ankommen, wenn man auf die Entwicklung von grenzperfekter OpenSource-Software verzichtet. Die Firmen können keine Lizenzgebühren mehr einnehmen, also darf ihnen der Softwaremarkt nicht wegbrechen.
  • Jabber kann noch viel mehr als gedacht, und für manche Features wie PubSub (public subscription) gibt es noch keine ernsthaften Anwendungen :-)
    (ok, genaugenommen kann man PubSub als RSS-Push-Dienst verwenden. Hm.)
  • Spambekämpfung auf dem Server ist kompliziert genug, dass ich mich damit in absehbarer Zeit nicht beschäftigen will. Interessant am Rande: Neben DNS-Blacklists gibt's auch DNS-Whitelists...

Der letzte Vortrag war übrigens ein gutes Beispiel dafür, was Softskill-Vorlesungen in Informatik-Curricula verloren haben: Vorträge heißen Vorträge, weil der Vortragende was vortragen will - wenn man ihn daran mit permanenten Fragen, die wahlweise nicht zum Thema oder zur Gliederung des Vortrags passen, hindert, bringt das niemandem was... Anscheinend muss man diese Erkenntnis manchen IT-lern extra vermitteln.

Ansonsten geht's morgen weiter. Bin gespannt...