Restriktiver Ausschluss der “viralen” GPL? Die PowerShell-Lizenz von Microsoft

Interessant: Microsoft hatte sich in der Vergangenheit ja öfter gegen die "virale" GPL und ihren Zwang, von freiem Code abgeleitete Software wieder frei zugänglich zu machen, gewandt.

Ich habe heute interessehalber mal die neue PowerShell von Microsoft auf meiner letzten verbliebenen Windows-Partition installiert. Dabei ist mir in der Lizenzvereinbarung ein interessanter Passus aufgefallen:

Vertriebseinschränkungen. Sie sind nicht dazu berechtigt:
[...]
* den Quellcode von vertreibbarem Code so zu ändern oder zu vertreiben, dass irgendein Teil von ihm einer Ausschlusslizenz unterliegt. Eine Ausschlusslizenz ist eine Lizenz, die als Bedingung für eine Verwendung, Änderung oder einen Vertrieb erfordert, dass:
* der Code in Quellcodeform offen gelegt oder vertrieben wird
* andere das Recht haben, ihn zu ändern.

"Vertreibbarer Code" ist dabei Code, der der PowerShell beiliegt und explizit weitergegeben werden darf; Bibliotheksfunktionen oder Beispiele etwa. Wenn ich diesen Passus richtig verstehe, darf ich also mit der PowerShell keine Programme schreiben, die ich unter die GPL stellen will -- schließlich wäre dann eine Bedingung für die weitere Verwendung, dass andere das Recht haben, den Code zu ändern...

Und schon hab ich einen

Und schon hab ich einen Grund weniger, auf XP zu bleiben. Aber es ist halt Microsoft; bei denen steckt hinter der ganzen Chose ein Geschäftsmodell, und Primärziel ist und bleibt Profit. Ich kann da schon verstehen, daß die gegen die GPL wettern - ein GPL-Programm um Features zu erweitern und es dann geschützt zu vertreiben reduziert ist Arbeitslast enorm und erhöht damit den Gewinn.

Ändert nichts dran, daß das stumpfsinnig ist.