Computer

erteefem

Jetzt ist mir auch wieder eingefallen, was Thomas Lange vorgestern schönes zum Support von FAI sagte:

Bei Problemen haben wir auch einen IRC-Channel, da kann man immer mal reinschauen. Da hängen zu jeder Tageszeit Leute rum, die einem dann sagen "Lies das Handbuch!".

(frei aus meinem löchrigen Gedächtnis)

FrOSCon 2007

Dieses Wochenende war die zweite FrOSCon an der FH St. Augustin. Ich habe es leider nur am Samstag geschafft vorbeizuschauen. Aber auch diesmal war es wieder eine sehr interessante Konferenz mit (meiner Meinung nach) noch einmal deutlich mehr Besuchern als letztes Mal.

Eine Ecke der FrOSCon

Außerdem bin ich auf die Architektur der FH St. Augustin neidisch. Muss ich hier wirklich mal sagen ;-)

Die FH St. Augustin In der FH geht es viel luftiger zu als an unserer Uni…

Aber man geht ja nicht wegen der schönen Gebäude auf eine Softwarekonferenz. Meine Highlights am Samstag:

  • Ralph Dehner fing um 11:15 an, in "Virtualisierung mit Xen" Völkerverständigung zu betreiben: "Versteht mr mich? I mein', des Bairische geht net weg, aber sonst versteht's mich, oder?" Ein witziger, frischer Talk zu einem Thema, das ich vorher komplett ignoriert hatte. Als Energiesparfan und unverbesserlicher Bastler werde ich mich jetzt aber sicher auch mal dransetzen, mehrere virtuelle Maschinen auf eine Hardware zu packen.
  • In "Drupal in der Praxis: Erfahrungsberichte" habe ich zwar nur eine wesentlich neue Information mitgenommen (einen Trick, wie man Benutzern von Drupal übersichtlichere Eingabeseiten präsentieren kann: Einfach Rechte entziehen!), aber dafür ein Gefühl dafür bekommen, wie Profis mit Drupal arbeiten. Das finde ich bei solchen Konferenzen sowieso genauso interessant wie die Vorträge selbst: Einfach mal erfahreneren Leuten beim "machen" zuschauen und hier eine Tastenkombination, dort einen Befehl und dort eine Entwurfsidee abschauen.
  • KDE4 bot mir leider kaum neues, zumindest kann ich jetzt aber sicher sein, dass KDE als Windows-Oberfläche noch auf sich warten lassen wird. Und auch Leute, die gern Amarok ohne Linux hätten, werden wohl noch warten müssen -- oder umsteigen ;-)
  • Eigentlich bin ich danach für "Deployment von großen Linux-Installationen" einfach nur so dageblieben, weil's halt im gleichen Hörsaal weiterging. Und das war vermutlich die beste Entscheidung des Tages. Thomas Lange, Hauptentwickler des FAI-Projekts, legte zwar ein heftiges Vortragstempo hin (vermutlich lernen Unix-Gurus irgendwann, ganze Bildschirme auf einen Blick zu lesen; ich hänge noch in der Zeile-für-Zeile-Phase), konnte aber mit FAI ein sehr schönes Tool für die Installation vieler gleicher Maschinen zeigen. Beeindruckend auch seine Antwort auf fast alle "Kann FAI auch..."-Fragen: "Klar. Das is doch einfach." ;-)Wenn mir auch das Problem, das FAI lösen würde, eigentlich fehtl, konnte ich es doch wenigstens einem der Entwickler von CentOS empfehlen, mit dem ich in der Pause vorher über ein ähnliches Problem gesprochen hatte. Ich denke, mit FAI werde ich auf dem Stockert auch einmal experimentieren. Bei unter 20 Maschinen braucht man das nicht, aber es schadet ja nie, so was auch zu können...

Das Fazit dieses Jahr: Es waren immer noch viele Studenten und Aktivisten der Freie-Software-Szene da, aber auch spürbar mehr IT-Profis. Ich denke, die Talks deckten diesmal entweder kleinere Spezialgebiete oder sehr allgemeine, fast philosophische Fragen ab. Irgendwie fehlte da etwas mittendrin. Trotzdem hat es sich wirklich gelohnt, vorbeizuschauen - und selbst wenn jemand "sein" Themengebiet nicht findet, hat ein bisschen Horizonterweiterung noch nie geschadet. Außerdem muss man sich neben dem Vortragsprogramm auch immer anschauen, welche OSS-Projekte eigene Entwicklerräume bekommen haben, diese Projekte halten oft eigene Vorträge oder Workshops ab. Die FrOSCon ist auf jeden Fall eine tolle Konferenz, und ich kann jedem nur empfehlen, nächstes Mal vorbeizuschauen!

UTF-8-Dateinamen, SSH und fish

Das Gentoo Wiki löst meine Probleme mit kaputten Umlauten beim synchronisieren meiner beiden Rechner:

Eine weitere Falle lauert bei der Benutzung des praktischen "fish://"-KIOslaves. Standardmäßig ist die Zeichenkodierung für die Datei- und Ordnernamen des Fremdrechners auf Latin1 gestellt. Ändern kann man das über "Extras -> Entfernte Zeichenkodierung wählen". Diese Einstellung merkt sich Konqueror zukünftig für weitere fish-Sessions.

UTF-8-Dateinamen finde ich nützlich genug, dass ich sie gern behalten würde... und dank dieses Hinweises muss ich jetzt nicht mehr ständig convmv anwerfen.

Thunderbird: Alles abrufen

Der Firefox ist süß (manchmal jedenfalls). Aber Thunderbird kann ich nicht leiden. Leider bin ich gezwungen, auf einigen Systemen mit ihm zu arbeiten. Und weil ich es heute gar nicht glauben konnte, schreib' ich mir's lieber auf:

Man muss diesem Programm explizit sagen, dass ein Klick auf den großen "Abrufen"-Button auch wirklich die diversen Mailkonten abruft. Klingt komisch. Issaberso.

Eintrag für die $Profilename/user.js, gefunden hier:


// Beim Programmstart neue Mails von allen Konten abrufen
user_pref("mail.check_all_imap_folders_for_new", true);
user_pref("mail.check_all_pop_folders_for_new", true);

ePaper

Das erste Gerät mit ePaper-Technologie hat bei mir Einzug gehalten :-)

Leider nichts, mit dem man was lesen könnte, sondern (Achtung Werbung) ein USB-Stick von Lexar mit Kapazitätsanzeige. Verblüffend: Man hat sich "dank" der allgegenwärtigen LC-Displays schon so daran gewöhnt, dass Anzeigen blickwinkelabhängig sind, dass einen dieses ePaper-Display irritiert. Das sieht so aufgedruckt aus...

Der Kontrast und die Helligkeit des Hintergrunds wären zum Texte lesen jetzt wohl schon ausreichend. Weil ich gern und viel am Rechner lese, wäre ein ePaper-basiertes Display definitiv ein "habenwollenspielzeug".

Erst A, dann B, dann C, jetzt D?

Harald, den ich eigentlich nur durch sein Blog kenne, testet die Programmiersprache D. Vielleicht hilft mir D einmal, meine C-Aversionen zu überwinden... (via Planet Fachschaftsumfeld)

Lexmark E232 unter Ubuntu

Dieser Tipp auf den Seiten von Ubuntuusers.de hat mir heute morgen viel Zeit gespart. Wollte ich nur mal sagen.

Das große Energiesparen - im Kleinen

Über tonnenschwere Kühlkörper und Rechenzentren, die man wegen des enormen Energiehungers direkt neben Kraftwerken plant, schreibt Kristian Köhntopp in The Heat Is On. Der Artikel liest sich gut, man schmunzelt staunend (Casemodder und Hardcore-Gamer bemühen sich vielleicht sogar, beim zustimmenden Nicken einen wissenden Gesichtsausdruck aufzusetzen) und surft dann weiter.

Aber Rechenzentren sind ja nur die "Ballungsräume" des Internets, an denen die Problematik besonders deutlich wird. An jedem Server hängen einige Dutzend bis Hundert völlig unspektakulärer Clients dran. Manche davon haben vielleicht grade eine neue Grafikkarte bekommen, andere eine zusätzliche Festplatte. Manche laufen durch, weil sie als Jukebox genutzt werden, andere, weil große Downloads hereintröpfeln. Und viele davon stehen auch bei Studenten, wo sie daneben noch Schreibmaschine spielen. Eigentlich alles Aufgaben, bei denen sich der Rechner langweilt und völlig unnötig seine 150 oder 300 Watt verbraucht.

Andererseits -- wenn dann die in Eclipse zu lösende Java-Programmieraufgabe ansteht, man etwas in Google Earth nachschauen will oder man eben doch mal spielen will, soll der Rechner ja auch die entsprechende Leistung bereitstellen...

Vor dem Hintergrund der zunehmenden Anforderungen an die PC-Ausstattung von Studenten und des schlechten finanziellen Gefühls in Zeiten von Studiengebühren und Landeskinderregelungen wollen wir uns überlegen, wie Studenten möglichst preiswert ihre Computerbedürfnisse decken können. Ich will mal versuchen, das mit einer älteren Idee von mir zu kombinieren: Kann man einen fürs Studium geeigneten, preiswerten Rechner zusammenstellen, der inklusive Peripherie unter 60 W verbraucht? Diese Leistungsgrenze ist zugegeben etwas beliebig, aber "braucht so viel wie eine normale Glühbirne" kann man sich eben gut vorstellen.

Im Einzelnen hieße das:

  • Preisgünstige, aber ergonomische Technik (Studenten sind geizig arm, sitzen aber ggf. viel und lang am Rechner), womit Laptops ausscheiden dürften
  • Günstiger, einfacher Netzzugang
  • Mobil nutzbar; Zugriff auf Uni-Ressourcen und private Daten sicher und flexibel (dazu muss nicht unbedingt das Gerät selbst transportabel sein, mit einer geeigneten Softwareauswahl dürfte man das kompensieren können)
  • Trotzdem gewisse Leistungsreserven (Rechenleistung für Informatiker und Physiker, 3D für Computervisualisten und den Rest der Welt, der mal spielen will)

Dabei müsste man sich auch noch detailliert mit sinnvoller Software und verschiedenen Internetzugängen beschäftigen. Interessant. Aber "e saug'schäffd".

FrOSCon (Sonntag)

Der Sonntag ist sogar noch voller als der Samstag, immerhin 8 der Vorträge, die mich interessieren, überschneiden sich miteinander...

Was bisher geschah:

  • Ein Vortrag über anonyme Internetnutzung mit Hilfe von Tor wiederholte im Wesentlichen, was auf der Website zu finden ist. Schade - der Referent des CCC schien aber auch nicht wirklich vorbereitet.
  • Die non-profit-CA CACert stellte ihre Organisation vor. Im Wesentlichen bekommt man dort X.509-Zertifikate, bei denen die eigene Identität durch mehrere Vereinsmitglieder bestätigt wird. Wer von mindestens drei sog. assurers seine Identität bestätigen lässt, kann diesen Status selbst bekommen. Vielleicht ein Ansatz für das GHRKO?
  • Der Kerberos-Vortrag war für mich kaum relevant, aber es ist interessant, wie komplex solche Systeme offenbar sein müssen.
  • Danach (wegen einer zerdepperten Flasche) zu spät zum Vortrag über das Filtern von RSS-Feeds mit FIFFS, einem Perl-basierten online-Feedreader, gekommen. Was kein Problem war, für dieses Thema konnten sich nur fünf Hörer begeistern... Leider verwendet auch FIFFS "nur" statistische Tricks zur Feedanalyse, was aber dank einiger existierender Perl-Bibliotheken scheinbar mit erträglichem Aufwand zu programmieren war.
  • Abschließend gab's noch einen Vortrag zur Zukunft von KDE, der auf einige der Umstellungen in KDE 4 einging. Selbst User, die Interesse am Testen von Vorabversionen haben, wurden allerdings "noch ein Jahr" vertröstet...

Insgesamt eine schöne Konferenz, die die FH da auf die Beine gestellt hat. Manche Referenten (und manche Hörer) hätten ein bisschen Kommunikationstraining brauchen können, und für zwei Tage war das Programm sehr dicht gedrängt. Parallel zu den Vorträgen (immer sechs gleichzeitig) liefen nämlich noch vier größere Projekte (Coding events usw.), und außerdem mehrstündige Workshops.

Aber nächstes Mal komme ich gern wieder :-)

FrOSCon (Samstag)

Ich bin gerade von der FrOSCon in St. Augustin zurück. Was die FHler dort auf die Beine gestellt haben, war schon eine wirklich nette Konferenz, und für einen "ersten Versuch" beeindruckend. Leider war das Programm voll von (für mich) interessanten Vorträgen, die gleichzeitig stattfanden.

Also hat es nur für drei Vorträge zu offenen Standards, Jabber bzw. Mabber und Spamschutz gereicht. Erkenntnisse:

  • Offene Standards können in der Wirtschaft nur ankommen, wenn man auf die Entwicklung von grenzperfekter OpenSource-Software verzichtet. Die Firmen können keine Lizenzgebühren mehr einnehmen, also darf ihnen der Softwaremarkt nicht wegbrechen.
  • Jabber kann noch viel mehr als gedacht, und für manche Features wie PubSub (public subscription) gibt es noch keine ernsthaften Anwendungen :-)
    (ok, genaugenommen kann man PubSub als RSS-Push-Dienst verwenden. Hm.)
  • Spambekämpfung auf dem Server ist kompliziert genug, dass ich mich damit in absehbarer Zeit nicht beschäftigen will. Interessant am Rande: Neben DNS-Blacklists gibt's auch DNS-Whitelists...

Der letzte Vortrag war übrigens ein gutes Beispiel dafür, was Softskill-Vorlesungen in Informatik-Curricula verloren haben: Vorträge heißen Vorträge, weil der Vortragende was vortragen will - wenn man ihn daran mit permanenten Fragen, die wahlweise nicht zum Thema oder zur Gliederung des Vortrags passen, hindert, bringt das niemandem was... Anscheinend muss man diese Erkenntnis manchen IT-lern extra vermitteln.

Ansonsten geht's morgen weiter. Bin gespannt...

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