Studium

Wieder da

So, mit einer Woche Verspätung ist auch meine Vorlesungszeit gelaufen. Die erste Woche der vorlesungsfreien Zeit war noch mit einem Kurs der Koblenzer Summer Academy, nämlich "Language and Computers" von Dr. Erk, gefüllt. Das ist zwar genau das, was mich an der Informatik zur Zeit besonders interessiert, aber leider kannte ich vieles aus der Vorlesung schon aus dem Netz, etwa aus der Spamassassin-Dokumentation.

Aber  bis Ende September stehen noch genug Projekte an, die fertig werden müssen. Mal wieder keine "Semesterferien" also...

Das wars 2

So, und heute war unser zweiter Versuch, eine Fachschafts-Vollversammlung beschlussfähig zu kriegen. Es kamen immerhin 150 Leute, das klappte also schon mal recht gut.

Aber ich habe mich nicht wieder aufstellen lassen. Die zwei Jahre Fachschaftsarbeit waren lustig, aber es wird mir doch ein bisschen zu viel auf die Dauer...

Das wars 1

Heute haben wir beschlossen, unsere Datenschutz-Vortragsreihe einzustellen. Wegen 5 Hörern sollte man keinen Referenten an die Uni bitten.

Interessant, wie wenig FUD bei den Leuten außerhalb der Blogosphäre angekommen ist ;-)

Am Freitag kommt ihr doch alle…?

Diesen Freitag ist wieder die Nacht der Informatik an der Uni Koblenz. Ich selbst kümmere mich diesmal nur um unsere Datenschutz-Vortragsreihe, aber der Rest der Nacht wird bestimmt wieder interessant.

DeineDaten: Läuft.

Gestern war der erste "eigene" Vortrag aus unserer Fachschafts-Datenschutzreihe DeineDaten. Leider nicht mit allzuvielen Hörern, aber ich bin froh, dass die Organisation erledigt ist und die meiste Arbeit erledigt ist.

DeineDaten - jetzt darf es raus ;-)

So, seit heute gibt es kein zurück mehr. Die Plakate hängen, die Webseite steht und die Leute reden drüber:
Die große, stressige Sache dieses Semester wird eine Vortragsreihe unserer Fachschaft rund um den Datenschutz: Projekt DeineDaten.
Dabei wird der ein guter Teil der Organisation wohl an mir hängenbleiben, aber zum Glück hat sich auf unseren Aufruf hin ein netter Kommilitone gemeldet, der uns dabei unterstützen wird. Im Moment wird noch geplant, die einzelnen Vorträge werden dann auf der Projektwebseite angekündigt. Ich will nicht zu viel vorweg behaupten, aber die Referenten, die wir bisher angesprochen haben, sind hochkarätig und können sicher sehr interessante Sachen erzählen… Beobachtet das einfach mal!

Demnächst in diesem Theater

Dieses Semester haben wir hier an der Uni noch einiges vor. Und seit heute weiß ich auch, dass sich einiges tun wird :-) Stay tuned.

Die Erstis sind da

Gestern hat hier in Koblenz die Vorlesungszeit wieder begonnen, und wir Fachschaftler haben die (diesmal überraschend vielen) Neuanfänger begrüßt. Weil auf die am ersten Tag eine Unmenge an Informationen einprasselt, wiederholen wir die wichtigsten Sachen morgen nochmal in einer getrennten Veranstaltung, bei der sich auch die Professoren des Fachbereichs vorstellen werden. Heute hätten wir also eigentlich Zeit gehabt, auch mal selbst zu studieren -- wenn nicht die Riesenmengen an e-Mails gewesen wären, die zu beatnworten waren...

Es soll nur niemand glauben, eine Umstellung vom Diplom auf das Bachelor-System sei reibungsfrei zu schaffen. Da spielen so viele Interessen rein, dass das Endergebnis immer ein Kompromiss mit Ecken und Kanten wird. Aber im Gegensatz zu anderen Fachschaften, die sich mit "Dagegen!"-Rufen von Demo zu Demo schleppen, können wir hier sehr konstruktiv mit den Dozenten zusammenarbeiten und kriegen die meisten Probleme irgendwie gelöst.

Anstrengend isses trotzdem. Wann sind wieder Semesterferien?

Kommunikationsgedanken

Alle "Bewohner" meines Adressbuchs haben gerade eine Mail mit meiner neuen Mailadresse und dem zugehörigen PGP-Key bekommen. Nach 5 Jahren nerve ich also schon wieder alle meine Bekannten mit einer Adressänderung, aber diesmal habe ich mir vorher durchaus Gedanken gemacht :-)

Für Leute, die (wie etwa Studenten) ihr elektronisches Leben an vielen Orten und von verschiedenen Computern aus führen, ist vielleicht interessant, was dabei herausgekommen ist.

Ich arbeite nicht übermäßig viel mit Mails. Wenn man Mailinglisten rausrechnet, sind es durchschnittlich nur vier Nachrichten pro Tag. Lohnt es sich da, sich Gedanken um sein Mailsetup machen? Schließlich kriegen andere Leute 100 Nachrichten am Tag und mehr. Na ja, aber seit dem Zivildienst haben sich so schon fast 10.000 Mails angesammelt, die irgendwas mit mir zu tun haben. Also ein gar nicht so kleines Wissensarchiv, und auch ein großer Haufen Erinnerungen - so was löscht man nicht.

Seit ich studiere, nutze ich viele verschiedene Rechner, manche nur einmal, manche regelmäßig. Deshalb sollte es ein Mailsetup werden, bei dem ich von möglichst jedem Rechner Zugriff auf all meine Mails (auch die verschickten) habe, Mails problemlos signieren und verschlüsseln kann und bei dem ich mit nur einer Adresse auskomme.

Ein normaler Freemail-Account bei GMX, web.de oder Freenet bietet ein POP-Postfach mit begrenzter Aufbewahrungszeit und scheidet damit als Archiv schon mal aus. Und der Aufwand, die Mails herunterzuladen und dann zwischen verschiedenen Rechnern, Betriebssystemen und Mailprogrammen so abzugleichen, dass man überall an alles rankommt, ist sehr hoch.

Außerdem kann man mit Hilfe der Freemailer kein Archiv seiner versandten Nachrichten anlegen: bei fast keinem Anbieter (Google Mail ist da eine rühmliche Ausnahme) werden Mails, die man selbst versandt hat, im "Versandt"-Ordner auf dem Server gespeichert. Und selbst wenn -- lokale Mailprogramme können diese nicht anzeigen. Mit den Freemailern hat man also in keinem Mailprogramm ein komplettes Archiv zur Verfügung.

Das webbasierte Google Mail ist aber ein guter Kandidat: Eine sehr gut durchdachte Oberfläche, die gerade an "dünnen Leitungen" (Modem oder Handy) sehr viel besser zu nutzen ist als die Webmail-Lösungen von GMX & Co. Die laden nämlich nach jedem Klick dutzende kB Werbebanner, während bei Google Mail nur einige Texte aktualisiert werden. Zudem sieht die Oberfläche durch den Verzicht auf blinkende Werbung sehr viel übersichtlicher aus. Dazu stetig wachsender Speicherplatz (im Moment 2,8 GB) -- also ab zu Google Mail. Oder?

"Im Prinzip ja", sagt Radio Eriwan: Google Mail hat zwei große Haken. Einmal fehlt eine Importfunktion für die bisher angefallenen Mails. Es gibt zwar ein entsprechendes Tool, das aber beim Import das Datum aller alten Nachrichten auf den aktuellen Tag setzt. Nicht sehr praktisch für ein Archiv. Außerdem unterstützt Google Mail PGP nicht, was aber für einen Webmailer prinzipbedingt auch fast unmöglich ist. Das wollte ich aber unbedingt haben. Warum? Google Mail wird oft kritisiert, weil man Google zu viele zu private Daten anvertraue, wenn man sein Adressbuch und all seine Kommunikation darüber abwickelt. Jetzt sind Mails aber vom Prinzip her eine ziemlich "lesbare" Sache, und wenn man nicht will, dass sie jemand liest, sollte man sie verschlüsseln.

Damit blieb eigentlich nur noch eine Lösung: einen IMAP-basierten Provider suchen, der gute Filtermöglichkeiten auf dem Server bietet (gegen Spam, aber auch zum sortieren) und den Datenschutz selbst in die Hand zu nehmen. Ich hatte das Glück, das sich bisher keine allzu privaten Nachrichten angesammelt hatten, so dass ich die 10000 Mails jetzt auf 500 MB IMAP-Mailspace lagere. Davor einige Filter auf dem Server, der Rest kann über beliebige Mailprogramme oder ein Webmail-Interface passieren. Ich versuche, alle ausgehenden Mails zu signieren, und wirklich privates kann ab sofort verschlüsselt werden.

Damit habe ich endlich ein flexibles, relativ günstiges Archiv all meiner Mails zur Verfügung und hoffe, dass meine Adresse sich jetzt ein Weilchen nicht mehr ändert :-)

Frage an Radio Eriwan

Das fiel mir gerade beim Antworten auf eine Frage in unserer Uni-Newsgroup ein:

Frage an Radio Eriwan: "Sind Master und Diplom gleichwertig?"
Antwort: "Im Prinzip ja, aber seit wir die Diskriminierung des Proletariats überwunden haben, werden Universitätsabgänger ohnehin nur noch als Traktoristen eingesetzt."

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